Das Institut für die Geschichte der deutschen Juden (IGdJ) und die Bet Tfila – Forschungsstelle für jüdische Architektur in Europa erarbeiten eine Online-Anthologie zum Themenfeld der jüdischen Architektur und jüdischem Raum. Die Online-Anthologie ist Teil des Tandem-Projekts „Konstruktionen jüdischen Kulturerbes in theoretisch-kritischen und literarischen Texten zu Architektur und Raum“, das beide Partner im Kontext des DFG-Schwerpunktprogramms 2357 „Jüdisches Kulturerbe“ bearbeiten.
Im Mittelpunkt stehen ausgewählte Textquellen (fiktional/nichtfiktional)
von der Haskala bis in die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg (1750–1965), anhand
derer thematische Schlaglichter auf die Bedeutung jüdischer Architekturen, Räume
und städtebaulicher Plätze für die Konstruktion und das Selbstverständnis
jüdischen Kulturerbes geworfen werden.
Exemplarisch werden verschiedene
Textkategorien behandelt und mit Überblicksartikeln zusammengefasst.
Interpretations- und Hintergrundtexte betten die einzelnen Quellen in ihre
historischen Kontexte ein und informieren über Rezeptionsgeschichte,
Überlieferung und wissenschaftliche Kontroversen.
Die Online-Anthologie ist ein Lehr- und Forschungsinstrument und richtet sich primär an Forschende, soll aber auch Studierenden, interessierten Laien sowie Schüler:innen Einblicke in das historische Spannungsfeld zwischen jüdischer Architektur und Literatur bieten.
Die Nutzer:innen können nach (Forschungs-)Interesse vorgehen, über
verschiedene Zugänge (Themenkategorien, Zeitstrahl, Karte, Textsorten) zu den
Beiträgen gelangen sowie nach Bedarf suchen und filtern. Die Textquellen und
Hintergrundinformationen werden mit Meta- und Normdaten ausgezeichnet,
verschlagwortet und indexiert. Alle Texte werden sukzessive zweisprachig
(deutsch/englisch) bereitgestellt.
Als Vorbild dienen die vom IGdJ
herausgegebenen „Hamburger
Schlüsseldokumente zur deutsch-jüdischen Geschichte“.
Bei Fragen und/oder Interesse, als Autor:in einen Beitrag beizusteuern, kontaktieren Sie gerne Dr. Sonja Dickow-Rotter und/oder Dipl.-Ing. Mirko Przystawik.